Hartenberger Mega-Compact LiMa Akku reaktivieren

Ich besitze eine Hartenberger Mega-Compact Tauchlampe.
Da ich mir damals etwas Gutes tun wollte habe ich die Lampe in der Lithium-Mangan Ausführung bestellt.
D.h. als Akku werden Lithium-Mangan Zellen eingesetzt.
Alles super und hat noch einmal eine Ecke mehr Geld gekostet.

Da ich die Lampe eine Zeitlang (ca. 2 Jahre) nicht mehr benutzt und mich auch nicht um sie gekümmert habe, war der Akku tiefentladen.
Grummel ….. denn auch nach anstecken des Ladegerätes tat sich nichts. Die Lampe wurde nicht mehr erkannt.
Nach kurzem Lesen auf der Hartenberger Seite fand ich den Hinweis das tiefentladene LiMa Akkus zu Hartenberger für eine Überprüfung eingeschickt werden müssen.
Sollte der Akku noch in Ordnung sein würde er dort ‚entsperrt‘ werden und man würde ihn wieder bekommen.
Anderfalls müsste ein neuer Akku erstanden werden. Nicht gerade günstig denn im Austausch kostet ein neuer LiMa Akku geschlagene 200 Euro. 🙁

Da ich sowieso nichts mehr zu verlieren hatte habe ich den Akku zerlegt um mir das Übel anzusehen.

Aussicht hinter dem ersten Deckel:
So bin ich noch nicht wirklich an die Zellen gekommen. Daher habe ich die Anschlüsse auf der Platine markiert und abgelötet.
Danach die Platine abgenommen und den darunterliegenden Akkugehäuseteil abgeschraubt.

 

 

 

So sieht es danach aus:
Als Zellentyp wurde von Hartenberger die 18650 Bauform gewählt.
Es sind 3 Zellen parallel verschaltet. 4 parallele Blöcke sind dann seriell hintereinander geklemmt. (3P4S)
Nachdem der Akku nun zugänglich war konnte ich alle 3er Blöcke mit dem ernüchternden Ergebnis von 0,4 Volt durchmessen.
Also schon recht happig tiefentladen. Kapazitätsverlust ole …..

 

Ich habe den kompletten Akkupack mit einem Modellbauladegerät was auch LiMa und LiIon Akkus laden kann langsam aufgeladen. Dabei immer die Spannung aller 3er Blöcke kontrolliert.
Als Ladeschlussspannung habe ich pro 3er Zellenblock 4,1 Volt gewählt. Also erstmal etwas konservativ.
Nachdem der Akkupack wieder geladen war wurde er auch vom Hartenberger Ladegerät erkannt und ohne weitere Fehler angenommen.
D.h. das ‚entsperren‘ beläuft sich lediglich auf ein Laden des Packs.
Also Sonne im Unglück gehabt.

Im ersten Test hat die Lampe einwandfrei funktioniert. Mal sehen wie sie sich im weiteren Verlauf verhält.
Der Akku wird wahrscheinlich einen Schlag abbekommen haben. Wie gross der Kapazitätsverlust ist kann ich noch nicht sagen.

Also lasst Euch nicht von dem ollen LiMa Akku ärgern.
Wenn Ihr ein passendes Ladegerät besitzt könnt Ihr den Akku mit etwas Glück reaktivieren.
Allerdings bei den folgenden Ladungen die Lampe lieber im Blick behalten. Man weiss ja nie. 🙂

Übrigens gibt Hartenberger eine regelmässige Ladung nach spätestens 5 Monaten vor.
So kann man sich den Ärger mit dem Akku vom Hals halten.
Siehe hier: Hartenberger
Ich habe mir mal eine Erinnerung im Mailprogramm gesetzt. 🙂

Unnötig zu sagen das Ihr nur mit einem geeigneten Ladegerät an dem Pack rumfummeln dürft. (Stichwort Ladeschlussspannung)
Die Spannungen der einzelnen Zellenblöcke sollte unbedingt während der Ladung von Euch überwacht werden.

Und nun weiter viel Spass mit Eurer Lampe. 🙂

3 Gedanken zu “Hartenberger Mega-Compact LiMa Akku reaktivieren

  1. Hi,
    Ein sehr interessanter Bericht. Ich stehe vor dem gleichen Problem und möchte gerne einmal wissen ob es auch auf Dauer funktioniert hat. Ich habe die Lampe schon vor anderthalb Jahren wegen der tiefen Entladung weggebracht und habe 100 € bezahlt. Das würde ich mir jetzt natürlich gerne ersparen. Ich hatte mir sogar die Termine für die Kontrolle und die Aufladung in meinem Handy gespeichert, aber trotzdem fiel auf einmal sozusagen über Nacht die Elektronik aus. Ich würde mich freuen eine Antwort zu erhalten.
    Mit freundlichem Gruß Andreas

  2. Hallo Andreas,

    ich muss gestehen das ich meine Lampe eine ganze Zeit nicht mehr benutzt habe.
    Sie liegt wahrscheinlich ultra-tiefentladen in der Tauchkiste und gammelt vor sich hin. 🙁

    Ich habe sie nach meiner Wiederbelebung aber noch einige Male ohne Probleme benutzt. Langzeiterfahrung kann ich leider nicht geben.
    Wenn die Zellen die Sache überlebt haben sollte es kein Problem sein.
    Kapazitätsverlust wird es wahrscheinlich trotzdem gegeben haben. Der ist dann auch irreversibel.

    Wenn du ein passendes Ladegerät (LiMa!) hast und dir die Sache grundsätzlich zutraust würde ich es versuchen. Hast ja eh nichts mehr zu verlieren.
    Aber die Spannungen während dem Laden im Auge behalten. 🙂
    Wenn dir LiMa und dazu passende Ladeschlussspannung nichts sagen würde ich es lassen. Die Zellen reagieren mitunter sehr allergisch auf eine Überladung. (Feuer)

    Gruß

  3. Hi! Ich stehe vor dem selben Problem. Habe eine Tauchausrüstung von einem Bekannten sehr günstig gekauft. Die Lampe gab es dazu. Quasi fast geschenkt. Leider ist der Akku auch tiefenentladen. Lampe wurde sehr lange nicht benutzt. Kannst du mir ein paar Details zukommen lassen, was bei der Reaktivierung unbedingt beachtet werden sollte?

    Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.